Neubau Wohnhaus im Seefeld, Zürich 2009

Neubau Wohnhaus im Seefeld, Zürich 2009

Einfügen eines Ersatzneubaus in eine historisch gewachsene Blockrandbebauung mit Auflagen der Quartiererhaltungszone

Die Herausforderung bei diesem Ersatzneubau bestand darin, ein neues Gebäude in eine bestehende Blockrandbebauung einzufügen, welche aus Häusern desselben Baumeisters aus dem Ende des 19. Jahrhunderts besteht und deshalb sehr homogen in Erscheinung tritt. Während das Gebäudeprofil eingehalten werden musste, ergab sich im Schnitt eine Abweichung der ortsüblichen Geschossteilung, womit ein weiteres Vollgeschoss sowie das räumliche Potenzial des Dachraumes besser genutzt werden konnte. Die Abweichung von der Gesetzmässigkeit dieses Strassenzuges wird durch diverse Massnahmen wie das Aufnehmen von Sockelzone und Dachgesims sowie die Ausbildung der Fenster mit Kunststeingewänden wieder relativiert: Der Neubau tritt in ein dialogisches Verhältnis mit den benachbarten Gebäuden, ohne seine Identität als zeitgemässer Bau zu negieren. Gleichzeitig schliesst er integrierend den Strassenzug.
Die Wohnungen der Normalgeschosse werden durch einen zentralen Kern gegliedert und mit Schiebewänden ausgestattet, was neben räumlicher Grosszügigkeit und vielseitigen Lichteinfällen eine flexible Nutzung zulässt. Die Dachwohnung ist als Maisonette mit privater Zinne konzipiert, wobei der überhöhte Dachraum zusammen mit der Lichtführung eine besondere Wohnatmosphäre generieren.